In der Grenzregion an der Werra prägte der Bergbau Mensch und Natur. In Ost und West wurde während der Teilung gefördert und geschürft, riesige Abraumhalden prägen bis heute die Landschaft der Rhön. Den „Bergbau in der DDR“ nimmt am Donnerstag, den 23. April, Dr. Arndt Macheledt vom Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen bei seinem Vortrag in der Gedenkstätte Point Alpha in den Blick. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Haus auf der Grenze. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Kali, das weiße Gold, war nach der Braunkohle der wichtigste Rohstoff in der DDR. Die in den Revieren geförderten und verarbeiteten Rohstoffe, ließen die DDR auf den dritten Platz im weltweiten Vergleich der Kalidüngemittelproduktion klettern. Nach der Wiedervereinigung wurden die Volkseigenen Kalibetriebe durch die Treuhandanstalt verwaltet. Wegen folgender Werkschließungen verloren viele Bergleute ihre Arbeit; nicht wenige engagierten sich in Arbeitskämpfen, die ihren Höhepunkt im Hungerstreik der Belegschaft in Bischofferode fanden. Heute arbeiten Bergmänner und -frauen aus Ost und West gemeinsam unter Tage.
Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist per E-Mail über veranstaltungen@pointalpha.com oder Telefon 06651/919030 erwünscht.